Planung
Ausstellungen 2004


31. Januar bis 2. Mai 2004

"Varusschlacht - eine Legende wird ausgegraben"

Im Jahr 9 n. Chr. erlitten die Römischen Okkupationstruppen unter Varus eine vernichtende Niederlage gegen die Germanen.

Über 500 Jahre lang wurde versucht, den Ort dieser "Schlacht am Teutoburger Wald" zu lokalisieren. Erst 1989 ergaben die Ausgrabungen am Nordrand des Wiehengebirges zwischen dem Kalkrieser Berg und dem Großen Moor die archäologischen Beweise für eine kriegerische Auseinandersetzung zwischen Römern und Germanen in spätaugustäischer Zeit. Zuvor hatte ein britischer Hobbyarchäologe außer einem Münzschatz drei römische Schleuderbleie präsentiert.
Die Erforschung dieses Schlachtfeldes, die bisherigen Ausgrabungsergebnisse und Funde sind Gegenstand dieser Ausstellung, deren Träger die gemeinnützige Gesellschaft mbH "Varusschlacht im Osnabrücker Land - Museum und Park Kalkriese" ist.

Auf 30 Schautafeln werden die Themen - die jahrhundertealte Geschichte der Suche nach dem Ort der Schlacht, die besondere geologische Situation des Schlachtortes, die antiken Überlieferungen zur Schlacht, die Beteiligten Varus und Arminius, die Waffen und Ausrüstung der Soldaten sowie die Ergebnisse von Prospektion und Grabungen - veranschaulicht.

Fast 100 archäologische Fundstücke als Originale oder in Nachbildung - Münzen, Waffen und Gerätschaften, aber auch Gebrauchsgegenstände des militärischen Alltags - werden in 10 Vitrinen präsentiert. Zu den Highlights der Ausstellung gehören neben der berühmten eisernen Maske eines Gesichtshelms auch die vielen vergoldeten und versilberten Ausrüstungsteile, die vollständig erhaltene Brustplatte eines Schienenpanzers, die silbernen Schwertscheidenbeschläge und die großen Münzschätze.

Die Ausstellung ist das Ergebnis geglückten Wissenschaftssponsorings. Die ERDGAS-VERKAUFS-GESELLSCHAFT MÜNSTER, die seit 1997 die Ausgrabungen in Kalkriese fördert, gab die Anregung für diese Ausstellung, die vor Dortmund bereits in 12 anderen Städten zu sehen war. Zur Ausstellung wird eine kleine Publikation angeboten.

· Ansprechpartner:
Karl Heinrich Deutmann
Telefon (0231) 50-2 55 18

31. Januar bis 2. Mai 2004

"Zeitmarken/ Landmarken"
Axel Thünker sieht Bodendenkmäler in Nordrhein-Westfalen

Seit Axel Thünker sieht Bodendenkmäler in Nordrhein-Westfalen

Seit mehr als zwanzig Jahren photographiert Axel Thünker Bodendenkmäler in Nordrhein-Westfalen: Verstreut in den Kulturlandschaften Nordrhein-Westfalens liegen Tausende paläontologischer und archäologischer Bodendenkmäler - Fundstätten der Erdgeschichte, vorgeschichtliche Steingräber und Befestigungen, römische Steinbrüche und Tempelbezirke, mittelalterliche Burg-, Kirchen- und Klosterruinen, frühneuzeitliche Werkplätze, Industrieanlagen und künstliche Wasserstraßen.

Axel Thünker zeigt diese "Zeugen der Vergangenheit" in ihrer landschaftlichen Einbindung und dem ihnen eigenen Reiz. Sie sind für ihn prägende Landmarken der historischen Kulturlandschaft. Sein unkonventioneller Blick, seine Liebe zum Detail, das faszinierende Spiel mit Farbe, Licht und Schatten verleihen den Photographien eine eigene Ästhetik und Intensität - bislang einzigartig in der Dokumentation archäologischer Denkmäler in ihrer Landschaft.

Gemeinsam mit dem Archäologen und Bodendenkmalpfleger Heinz Günter Horn war er über ein Jahrzehnt lang auf Spurensuche in Nordrhein-Westfalen, um lange bekannte, aber verborgene Bodendenkmäler in ihrer Landschaft für diese Ausstellung zu entdecken und zu zeigen. In dem die Ausstellung begleitenden Fotoband werden die Denkmäler auch textlich vorgestellt.

Die Präsentation umfasst 51 Farbfotos und über 180 zum ersten Mal gezeigte Schwarz-Weiß-Prints.

· Ansprechpartner:
Karl Heinrich Deutmann
Telefon (0231) 50-2 55 18